
Als Wappen setzte sich Mitte des 20. Jahrhunderts eine aus Holzstämmen gefügte Kirche durch. Die Farben (gelb-rot) sind dem Wappen der Herren von Rechberg entnommen, die den Ort seit etwa 1302 besaßen.
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Böhmenkirch wird erstmals in einer Urkunde des Klosters Elchingen im Jahr 1225 als "Bominwirche" erwähnt. Im Jahr 1302 befindet sich Böhmenkirch als Pfand des Reiches im Besitz der Grafen von Helfenstein, die es an die Herren von Rechberg übergeben. Böhmenkirch war also Reichsgut und genoss besondere Rechte, die im Jahr 1582 beim bekannten Böhmenkircher Bauernaufstand eine Rolle spielten.

Im Jahr 1910 zerstörte ein Großbrand fast die gesamte Ortsmitte, 74 Wohngebäude und 9 Nebengebäude wurden völlig zerstört, fast 400 Bürger waren obdachlos. Vermutlich besitzt Böhmenkirch bereits seit dem Jahr 1200 das Marktrecht. Auch heute spielen die Märkte noch eine große Rolle im Gemeindegeschehen. Neben einem Wochenmarkt gibt es den traditionellen Pfingstmarkt, den Kirchweihmarkt und seit dem Jahr 2001 auch einen Weihnachtsmarkt.